Die Corona-Pandemie als Wendepunkt in derdeutschen Präventionspolitik?
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Datum der Freigabe
2025-10-30
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Wissenschaftlicher Artikel Zweitveröffentlichung

Zusammenfassung
Der Beitrag widmet sich der Frage, inwieweit dieCorona-Pandemie als „eruptives Ereignis“ einenparadigmatischen Wandel (Hall, 1993) in der deut-schen Präventionspolitik herbeiführt. Erst recht vordem Hintergrund der kollektiven Pandemieerfah-rung müsste ein umfassender Gesundheitsschutzder Bevölkerung, so die leitende Annahme, durcheine konsistente präventionspolitische Programma-tik und holistische Konzepte angestrebt werden.Der Beitrag diskutiert zunächst die Ursachen dafür,dass Präventionspolitik in Deutschland bislang sozaghaft vorging und vergleichsweise wenig Beach-tung erhielt. Anhand von politikwissenschaftlichenAnsätzen zur Konzeptionalisierung von Policywan-del werden drei Hypothesen zur Präventionspolitikentlang des Spektrums von übertragbaren undnicht-übertragbaren Krankheiten entwickelt, dieauf Basis der empirischen Entwicklungen (März –Dezember 2020) getestet werden. Das Resultat deranschließenden Analyse fällt eindeutig aus: Wenn-gleich die Pandemie kurzfristig zu neuen Bearbei-tungsmustern führte, sowohl was die angewandtenpräventionspolitischen Instrumente als auch diehandelnden Akteurskonstellationen betrifft, gibt eskeine Anzeichen für einen paradigmatischen Wan-del. Die deutsche Präventionspolitik bleibt bis aufweiteres bruchstückhaft und inkonsistent.
Schlagworte
Policywandel
Präventionspolitik
Corona-Pandemie
Präventionspolitik
Corona-Pandemie
Fachgebiete (DDC)
610 Medizin und Gesundheit
Identifikator
DOI: 10.3224/dms.v14i2.14
Erschienen in
dms – der moderne staat. Verlag Barbara Budrich. 14, 2, S. 305-333. DOI: 10.3224/dms.v14i2.14
Umfang
S. 305-333
Förderinformation
Gefördert aus dem Publikationsfonds der Hochschule Fulda
Einrichtung
Fachbereich Gesundheitswissenschaften
Link zur Veröffentlichung
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