Risikomanagement in der Speditions- und Logistikbranche : Bestandsaufnahme zu Verbreitung und Reifegrad
Erscheinungsdatum
2025-05-14
Datum der Freigabe
2025-05-15
Export Metadaten
Arbeitspapier

Zusammenfassung
Als im Frühjahr 2008 die ersten Ideen zur vorliegenden Studie entstanden, waren das Ausmaß der weltwirtschaftlichen Entwicklung und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Speditions- und Logistikbranche noch nicht absehbar. Unabhängig von diesen Entwicklungen hat die Bedeutung des Risikomanagements jedoch bereits in der Vergangenheit deutlich zugenommen, allein wenn man den Kontext zu Basel II oder dem KonTraG1 herstellt. Forderungen in diese Richtung werden von verschiedenen Anspruchsgruppen, wie Banken, Versicherungen und Wirtschaftsprüfer, an die Unternehmen herangetragen. Allerdings ist bisher nicht abschließend geklärt, was alles zu einem Risikomanagement-System innerhalb eines Unternehmens gehören bzw. wie ein solches Risikomanagement-System konkret ausgestaltet sein sollte. Denn bisher existiert kein allgemein anerkannter oder gar verbindlicher Standard für Risikomanagement. Dies erschwert es Unternehmen freilich, ein Risikomanagement einzuführen, und es erschwert auch, die Wirksamkeit verschiedener Risikomanagement-Systeme zwischen Unternehmen zu vergleichen. Das Bild der Branche für logistische Dienstleistungen, die trotz deutlicher Konzentrationsprozesse in der Vergangenheit noch stark mittelständisch geprägt ist, hat sich im Laufe der letzten etwa 15 Jahre erheblich verändert. Dynamik und Vielfalt kennzeichnen wohl recht treffend diese Entwicklung. Sehr dynamisch passen sich die Speditions- und Logistikunternehmen wandelnden Kundenanforderungen und Marktbedingungen an und entwickeln dabei häufig selbst kreative Lösungen. Zudem ist das durch die Branche vorgehaltene Leistungsangebot äußert vielfältig. Von der Organisation eines reinen Transportes über Kontraktlogistikprojekte bis hin zu Projekt- und Anlagenlogistik reicht das Angebot. Aus dem breiten Leistungsangebot sowie weiteren Merkmalen der Speditions- und Logistikbranche ergibt sich eine Vielzahl an Risiken. Doch Informationen über den Stand des Risikomanagements in der Branche, die mittlerweile als eine der bedeutendsten der deutschen Volkswirtschaft eingestuft wird, lagen bislang nicht vor. Ziel der vorliegenden Studie ist es, erste Erkenntnisse über das Verständnis und den Verbreitungsgrad des Risikomanagements in der Speditions- und Logistikbranche zu gewinnen. Initiator der Studie war Thorsten Hölser, Geschäftsführer des Speditions- und Logistikverbandes Hessen/Rheinland-Pfalz. Für die sehr gute und stets angenehme Zusammenarbeit bedanken wir uns ganz herzlich. Bei Andrea Marongiu, Geschäftsführer des Verbandes Spedition und Logistik Baden-Württemberg, der die Studie mit herausgibt, möchten wir uns ebenfalls für die sehr gute Zusammenarbeit herzlichst bedanken. Finanziell unterstützt wurde die Studie durch die Schunck Group. Bei Herrn Axel Salzmann möchten wir uns dafür ganz herzlich bedanken. Den studentischen Mitarbeitern Nicole Ullrich (Hochschule Heilbronn) und Steffen Sewing (Hochschule Fulda) gilt unser Dank für die Unterstützung bei der Durchführung der Unternehmensbefragung.
Fachgebiete (DDC)
650 Management und Öffentlichkeitsarbeit
Identifikator
Einrichtung
Fachbereich Wirtschaft
Link zur Veröffentlichung
Sammlungen
- Wirtschaft [12]
